In Deutschland sind ca. 3,5 Millionen Haushalte mit Schulden hoffnungslos behaftet. Die Schwarzziffer ist ohne Zweifel höher da die Statistiken, wie wir alle wissen, bewusst geschönt werden.
Geht man davon aus, dass durch steigende Lebenshaltungskosten und der Krise u. a. am Arbeitsmarkt diese Situation in absehbarer Zeit nicht zulösen ist, muss man mit weiter steigenden Schulden rechen. Durch die immer weiter abbrechenden Löhne/Gehälter und den dazukommenden steigenden Kosten ist noch lange kein Ende abzusehen.
Da ist es auch kein Wunder, dass offen Forderungen von verschiedenen Haushalten einfach nicht mehr bezahlt werden; noch nicht einmal mehr in Raten getilgt werden können.
Durch die Rechnungen den dazu andauernden Mahnungen, Vollstreckungsbescheiden, der Besuch vom Gerichtsvollzieher und die weiterführenden Maßnahmen der Gläubiger: Wie z. B. die Abgabe der eidesstattliche Versicherung, Kontopfändung, Lohnpfändung etc. werden viele hilfesuchende Menschen an die Wand gedrückt und sehen keinen Ausweg mehr aus ihren Schulden.
Das Konto ist auch ewig im Minus und man bekommt das Gefühl der Hilflosigkeit den Schulden nicht mehr Herr zu werden. Dies lässt vielen hilfesuchenden Menschen resignieren und damit ist die seelische (über) Belastung erreicht.
Aber auch das Umfeld tut den Rest und distanziert sich von Ihnen, sobald sie von den Schulden erfahren. Freunde von früher sind da eher mal schnell verschwunden und strafen mit Verachtung.
Wer will hier den ersten Stein schmeißen? Da, wo man nun Hilfe, Zuspruch und moralische Unterstützung braucht, steht ihnen (fast) keiner, mehr zur Seite. Mit dieser enormen Belastung wächst nicht nur der Schulden - Berg.
Ohnmächtig vor Wut, Zorn auf sich selbst und die anderen, bleibt hier kein vernünftiger Gedanke mehr zum …
Verschiedene öffentliche Stellen können seit Längerem nicht wirklich mehr helfen, da die Wartezeiten selbst - realistisch - auf gut 6 Monaten und mehr geschätzt werden. Gut 50 % der Hilfesuchenden bei den öffentlichen Beratungsstellen liegen auf Ablage und warten auf Abruf.
Für den Schuldner nicht nachvollziehbar - ist er in einer Situation, die in aller Regel auf eine in Ohnmacht geprägte Lebenssituation hinweisen, die in ihrer sozialen und wirtschaftlichen Komplexität bei den Betroffenen in vielen Fällen einschneidend, wenn nicht sogar traumatisch ist.
Der Hilfesuchende bekommt ungeahnte Stresssituationen und schlaflose Nächte. Es nimmt seinen Lauf, wie es kommen muss. Die Isolation von ihrem Umfeld beginnt drastisch. Hier verliert der Mensch die soziale Bindung und nimmt mangels fehlender, finanzieller Mittel auch nicht mehr am Geschehen teil und zieht sich immer mehr in seinem Schneckenhaus zurück.
So können Schulden vielfach zu sozialen und psychischen Schwierigkeiten führen, die einhergehen mit Antriebsverlust, Depressionen, Orientierungslosigkeit und Sucht. Die ersten Anzeichen für Depressionen (Besorgnis, große Traurigkeit und Angstzustände) nehmen zu.
Aus Scham werden viele Probleme auch den Freunden gegenüber verschwiegen. Hier fühlen sich Freunde schnell abgelehnt und distanzieren sich, da der Schuldner alles Mögliche unternimmt um gemeinsame Unternehmungen, die früher selbstverständlich waren, abzulehnen.
Aber, wenn Sie genau Sie, mit Ihren finanziellen Problemen offen umgehen, würden Sie feststellen, dass Sie nicht allein im Boot sitzen. Es gibt viele Menschen mit ähnlichen Problemen, die sich gerne austauschen würden. Ihnen muss hier klar werden, dass Schulden nie unlösbar sind!
Selbst in der Schulden – Falle bestehen Möglichkeiten der wirtschaftlichen Stabilisierung und können unter Ausschöpfung verschiedener Leistungen und Entschuldungsverfahren genutzt werden.
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